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Hauptthema der Religionspädagogik: Mündlicher Diskurs im Unterricht - Seminar (TRE GM 2 / SM 1.1 )

Montag, 18-20 (A 210)

M.Ed.-GS-TRE-1; M.Ed.-S1-TRE-1; M.Ed.-GS-TRK-1; M.Ed.-S1-TRK-1; Anmeldung über StudIP

Im Religionsunterricht ist das gelenkte Unterrichtsgespräch eine häufig genutzte Methode, um Unterrichtsgegenstände zu vertiefen und / oder aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können. Im Gespräch sollen Schülerinnen und Schüler ihre eigene Haltung und Meinung artikulieren und die der anderen hören und verstehen lernen. Dabei entsteht häufig der Eindruck: Alles, was Schülerinnen und Schüler sagen, ist richtig. Diese Relativität tangiert normierende Aussagen, die Wahrheitsfrage, aber auch das Verbot, anderen die eigene, subjektive Meinung aufzuzwingen. Das Seminar möchte diesem Phänomen nachgehen und didaktisch kontrollierte Aufgaben für einen zielführenden und problemorientierten mündlichen Diskurs anhand verschiedener Argumentationsmuster entwickeln.

Entsprechende Literatur wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.

 

Religion und Politik - Seminar gemeinsam mit Prof. Dr. Helmar Schöne (SB 5.3 / GTH 3 )

Dienstag, 14-16 (B222)

BA-S1-TRE-5; GTH-3; Anmeldung über StudIP (bei Herrn Schöne oder bei Herrn Weiß; begrenzte Zahl der Teilnehmer*innen: 30)

In Deutschland ist das Verhältnis von Staat und Religion ambivalent. Einerseits garantiert das Grundgesetz die Religionsfreiheit; der Staat ist weltanschaulich neutral. Andererseits kooperieren Staat und Religionsgemeinschaften eng miteinander und der Staat fördert den religiösen Sektor, d.h. vor allem die christlichen Kirchen. Das zeigt sich z.B. an den Kirchensteuern, an der Bedeutung der freien Träger wohlfahrtsstaatlicher Leistungen oder am Religionsunterricht. Ist dieses Modell vor dem Hintergrund sich wandelnder Religiosität noch zeitgemäß? Das Seminar fragt nach der Beziehung von Staat und Religion, von Glauben und Politik in der Gegenwart und wie sich dieses Verhältnis historisch entwickelt hat?

Ein Reader mit allen Texten kann zu Semesterbeginn erworben werden.

 

Theologie und Religionspädagogik im Hinblick auf MA-Arbeiten und mündliche Prüfung - Kolloquium (TRE GM 3 / TRE SM 2.4 )

Dienstag, 16-18 (A -102 UG)

M.Ed.-GS-TRE-1; Anmeldung über StudIP

Im Kolloquium soll das Studium der Theologie / Religionspädagogik reflektiert werden. Dabei werden wir gemeinsam Streifzüge durch die exegetische und systematische Theologie, durch Kirchengeschichte, Ethik und Theologie der Religionen sowie durch religionspädagogische Konzeptionen und Entwicklungen unternehmen. Sie erhalten zu Beginn des Semesters verschiedene theologische Begrifflichkeiten, mit denen Sie sich das gesamte Semester im Hinblick auf die genannten theologischen Teildisziplinen beschäftigen müssen. Im Laufe des Semesters werden Sie einen Vortrag halten und Ihre schriftlichen Ausarbeitungen zur Diskussion stellen.

Entsprechende Literatur wird Ihnen zum Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.

 

Grundprobleme der Christologie - Vorlesung (TRE S32 / GB 2.1 )

Dienstag, 18-20 (A 210)

BA-S1-TRE-3; LA-GS-KTE; LA-S1-TRE-3; Anmeldung über StudIP

Christologie ist die Lehre von Christus. Das entscheidende Grundproblem dieser Lehre von Christus liegt – so zumindest der systematische Theologe Christian Danz (2013) – in der Spannung zwischen historischem Jesus und dogmatischen Christus. Vor diesem Grundproblem ist die Vorlesung aufgebaut. Sie gibt einen Überblick über einzelne Etappen der historischen und dogmatischen Jesusforschung und fokussiert anschließend auf das 20./21. Jahrhundert. Ich erwarte von Ihnen eine aktive Teilnahme an der Veranstaltung. Die hier angegebene Lektüre wird während des Semesters noch erweitert. Sie haben die Aufgabe, die Monografie von Danz vollständig zu lesen und ein Exzerpt dazu anzufertigen (Umfang: 20 A4-Seiten, Abgabe: 30. Juni 2019).

Literatur:
- Danz, Christian (2013): Grundprobleme der Christologie. Tübingen: Mohr Siebeck & utb.