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Lehrangebot Andreas Benk im Sommersemester 2020:

Die verbindlichen Veranstaltungsdaten - auch bei Änderungen! - finden Sie wie gewohnt im LSF. Bitte melden Sie sich zu allen Veranstaltungen über stud.IP an.

Gerechtigkeit- Grundprinzip christlicher Sozialethik

Dienstag, 12-14 Uhr

PO 2015: SB 5.2 = GB 3.1

„Sozialethik fragt nach der dem Menschen angemessenen Gesellschaftsgestaltung. Christliche Sozialethik stellt diese Frage zudem im Horizont der Wert- und Zielvorstellungen des Evangeliums“ (Franz Furger). Gerechtigkeit, die alle Menschen einschließt und keine Menschengruppe diskriminiert, ist Mittelpunkt christlicher Sozialethik und Grundlage aller anderen sozialethischen Prinzipien und Normen.

In einem ersten grundlegenden Teil befasst sich die Veranstaltung unter anderem mit folgenden Teilthemen: Konzeptionen von Gerechtigkeit in Geschichte und Gegenwart; Anfänge christlicher Soziallehre; sozialethischer Dreischritt: Sehen – Bewerten – Handeln; aktuelle Herausforderungen christlicher Sozialethik. Im zweiten Teil geht es exemplarisch um konkrete sozialethische Problemfelder: Mobilität; Ernährung; Kleidung; Finanzen; Bauen und Wohnen; Kommunikation; Tourismus; Migration.

Jesus von Nazaret - in kirchengeschichtlicher und systematischer Perspektive

Mittwoch, 10-12 Uhr

PO 2015: SB 3.2 PO 2011: M 3.1 bzw. 3.6

„Jesus Christus und nicht das jeweils real existierende Christentum dieser oder jener Kirche, er und nicht irgendeine staatliche oder kirchliche Realität, ist das Kriterium für das Christliche: Die gelebte Nähe zu diesem Ursprung, diesem Fundament, diesem Zentrum muss ausschlaggebend sein“ (Hans Küng).

Wer aber ist der geschichtliche Jesus von Nazaret: Frommer Moralist? Politischer Revolutionär? Sanfter Pazifist? Phantastischer Utopist? Kluger Weisheitslehrer? Provozierender Theologe? Oder nichts von alledem? Was wissen wir von ihm, seiner Botschaft, seinem Wirken, von seiner Welt und seiner Zeit, von seinen Jüngerinnen und Jüngern? Wie konnte aus Jesus, dem „Verkündiger“, der „Verkündigte“, der Messias, der „Christus des Glaubens“ werden? Was meinen die verschiedenen Lehren von Christus (Christologien), die in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten entstanden sind? Und schließlich: Wer ist Jesus für die heutige Welt, wer könnte er sein – und inwiefern ist er noch immer „Christus“?

Mit diesen Fragen wird sich das Seminar befassen.

Theologische und religionspädagogische Grundfragen (Kolloquium für PO 2011 und PO 2015, GS), gemeinsam mit AOR Dr. Gabriele Theuer

Mittwoch 14-16

PO 2015: GM 3; PO 2011: M 3.4

Dieses Kolloquium wendet sich an Theologiestudierende im Mastermodul (GM 3 bzw. SM 2.4) sowie an Theologiestudierende mit Abschluss Staatsexamen (PO 2011) in der Endphase ihres Studiums. In der Veranstaltung wird das gesamte Gebiet der Theologie/Religionspädagogik überblicksweise und exemplarisch (mit Betonung der von Ihnen gewählten Prüfungsthemen) durchschritten. Von den Teilnehmenden wird die Bereitschaft erwartet, zwei bis drei Themenkomplexe vorzustellen. In der ersten Sitzung werden grundlegende Informationen zu den jeweiligen mündlichen Prüfungen gegeben.

Grundfragen der Ethik

Dienstag, 10-12 Uhr

PO 2015: GB 3.2/SB 5.1

Was ist Ethik? Wie können ethische Normen begründet werden? In welchem Verhältnis steht theologische Ethik zu philosophscher Ethik? Was versteht man unter christlicher Sozialethik? Welche Fragestellungen ergeben sich für die Ethik angesichts der gegenwärtigen globalen Krisen?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen befasst sich dieses Seminar mit wichtigen Ansätzen theologischer und philosophischer (Sozial-)Ethik und klärt dabei zentrale Grundbegriffe ethischer Argumentation (Autonomie, Verantwortung, Gerechtigkeit etc.). Darüber hinaus thematisiert die Veranstaltung Voraussetzungen und Methoden ethischer Bildung in der Schule und im Religionsunterricht.

Gesellschaft und Religion

Dienstag, 14-16 Uhr

PO 2015: GTH 3 (Theologische Grundfragen der Bildung)

Welchen Beitrag können Religionen für unsere Gesellschaft leisten? Wo ist eine Zusammenarbeit von Staat und Kirche sinnvoll, wo ist die Trennung von Staat und Kirche geboten? Nach Thematisierung dieser grundsätzlichen Fragen befasst sich die Veranstaltung damit, welche besonderen Herausforderungen sich für die (nicht nur religiöse) Bildung in Zeiten von Globalisierung und Klimakrise stellen.